In letzter Zeit wurde ich gelegentlich gefragt, wann ich denn mal was über mich schreibe, eine Rubrik "Lebenslauf" oder so ähnlich.
Bitteschön, hier ist sie. Nur trockene Zahlen fand ich allerdings langweilig und so habe ich mal alte Alben gewälzt und bin auf ein paar nette Bilder gestoßen. Die Qualität ist - na ja, eben wie, wenn man von 10 Jahre alten Dias Papierabzüge macht, die in ein Album klebt und 20 Jahre später einscannt. Aber besser als nichts.
Hier also mein Leben in Wort und Bild:
| Geboren wurde ich am 28.November 1962 in Rheinhausen. Darauf lege ich gesteigerten Wert, auch wenn sich später das benachbarte Duisburg die ganze Stadt einverleibt und zu einem Stadtteil gemacht hat. Papa durfte mich nur durch eine Scheibe fotografieren und mich zum ersten Mal auf den Arm nehmen, als er mich mit Mama aus dem Krankenhaus nach Hause holte. Da gab es noch Kohleheizung und Stoffwindeln, und das Kind wurde auf dem Küchentisch gewickelt. Ein Kinderzimmer gab es selbstverständlich nicht, das kam erst 6 Jahre später, denn für zwei Kinder hätte das Elternschlafzimmer dann doch nicht gereicht. |
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Eins der schlimmsten Fotos, die je von mir gemacht wurden - Ostern 1967. Eigentlich habe ich gar nicht mit Puppen gespielt, viel lieber mit Lego-Steinen. Und weiße Strumpfhosen konnte ich noch nie leiden. Über die Kopfbedeckung verliere ich lieber kein einziges Wort. Aber an Sonn- und Feiertagen machte man sich eben fein. Zum Glück durfte ich an den anderen Tagen nach Herzenslust in der Matsche spielen. Wenn mir heute solch ein Exemplar begegnet, rutscht mir schon mal "Das arme Kind!" raus... |
| Der Ernst des Lebens beginnt. Am Tag meiner Einschulung 1969. Es folgen vier Jahre in der Grundschule und neun Jahre am Heinrich-Heine-Gymnasium in Rheinhausen. Beide Schulen hätte ich hier gerne verlinkt, aber die Grundschule ist mit den modernen Medien offensichtlich nicht so bewandert, die hat keine Internetpräsenz, und das Gymnasium gibt es seit über 20 Jahren nicht mehr. Ein fester Bestandteil meiner Schülerdaseins wurde der Cello-Unterricht und damit auch das Schulorchester. Auch der Schulchor war vor mir nicht sicher und bescherte mir 1979 meinen ersten Kontakt nach (damals leider nur West-) Berlin. |
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Meine Konfirmation am 1. Mai 1977. Ich hatte Glück, dass ich überhaupt daran teilnehmen konnte, denn wenige Tage zuvor durfte ich wegen Windpocken das Haus gar nicht verlassen. War das peinlich, als beim Abendmahl der Pfarrer mit dem Wein zu mir kam und plötzlich laut durch die Kirche rief : "Huch, jetzt habe ich geschlabbert!" |
| Ende der Schulzeit - Ausgabe des Abiturzeugnisses im Juni 1982. Was jetzt folgt, sind Ausbildung und Studium, Finanzen und Steuern und der endgültige Wegzug von Rheinhausen nach Düsseldorf. |
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In Düsseldorf wieder Chorsingen, diesmal in der "Kantorei an Matthäi". Hier springt dann ziemlich schnell der Funke zwischen Sopran und Bass über und am 29. April 1989 hat das Lotterleben ein Ende, Zucht und Ordnung kehren ein. |
| Und, wie es sich gehört, am 15. Juli 1992 bereichert sich mein Dasein um den Status als Mutter. Damals machte ich mir noch keine ernsthaften Gedanken über Komplitkationen beim Kauf von Kinderschuhen, Zahnspangen, Musikgymnasien, Pferde oder all die andern hübschen Dinge, die uns in den folgenden Jahren begleiten sollen. Aber es hat sich gelohnt, ein Prachtexemplar von Kind ist herausgekommen! Es folgen die Umzüge nach Bonn und nach Berlin, verbunden mit diversen Wechseln der Arbeitsstelle. Was bleibt, ist immer das Chorsingen, in Berlin wurde auch das Cello nach langjähriger Pause wieder aus der Mottenkiste geholt und ist jetzt Bestandteil unseres Gemeindeorchesters. |
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Und das bin ich, einigermaßen aktuell, im August 2009. Wenn mir mein Dasein als berufstätige Hausfrau und Mutter Zeit dafür lässt, befasse ich mich seit einiger Zeit zusätzlich mit der Erweiterung und Aktualisierung dieser Homepage. Manchmal wurde ich schon gefragt: "Was soll der Quatsch eigentlich und wozu das Ganze?" Ganz einfach: es macht Spaß (mehr als fernsehen) und ich glaube, es gibt auch Leute, denen das Lesen Spaß macht. |







